Presse

Aus dem Tagesspiegel vom 6.10.2016 von Bernd Matthies

Restaurant „Erpel“ in Berlin-Zehlendorf

Ein Federvieh, das den Kritiker positiv überrascht hat – das ist das Restaurant „Erpel“ in Zehlendorf. Und ein Gewinn für den Südwesten obendrein. von Bernd Matthies
Geradlinig wie seine gebratene Ente ist im Lokal „Erpel“ auch das Interieur.

Restaurantkritiken beginnen heutzutage im Internet. Nicht bei Facebook, das ist viel zu unübersichtlich, sondern auf der Website des Restaurants, die hoffentlich auf der Höhe der Zeit ist und weder Speisekarte noch Öffnungszeiten versteckt. Bilder geben einen gewissen Eindruck, das Menü macht Appetit oder eben auch nicht. Wird dort geschwenkt und gebuttert und tomatisiert, hat sich die Sache erledigt. Aber es gibt noch viele andere Kennzeichen, die zu beachten sind, bevor wir losfahren.
Ein Gewinn für Zehlendorf

Beim Zehlendorfer „Erpel“ war ich mir nicht sicher. Das las sich nicht schlecht, wanderte aber stilistisch irgendwie indifferent im Gutbürgerlichen herum. Deshalb kann ich nun sagen, dass mich dieses Federvieh in diesem Jahr am meisten positiv überrascht hat. Der Patron Aydin Ergin ist ein erfahrener Gastronom mit Ehrgeiz, und er hat in Maico Orso einen Küchenchef gefunden, der ausgezeichnetes Handwerk mit relativ wenig Selbstverwirklichungsdrang verbindet, das ist gut für Zehlendorf, wo ja niemand auf kreative Eruptionen wartet.
Deshalb gibt es hier die leitmotivische Ente ganz gradlinig, ungefähr so wie im „Alten Zollhaus“, wo Ergin mal gearbeitet hat. Und sie schmeckt noch besser als dort: Der Spitzkohl überrascht mit salatartiger Frische, die in Pistazienbröseln gewendeten Grießknödel sind makellos, und bei den Schmor-Aprikosen macht ein Hauch Thymian den Unterschied. Ach, und die Ente schmeckt nach nichts als Ente, wunderbar (23 Euro).


Auszug aus dem Tagesspiegel Genuss Guide

Erpel

Dieser Vogel ist ein echter Überflieger im kulinarisch bodenverhafeten Zehlendorf. In der Villa mit (lautem) Vorgarten kocht Maico Orso überaschend modern und leicht, und auch seine köstliche, eher bürgerliche Ente auf Spitzkohl steht für zeitgemäßes Handwerk. Patron Aydin Ergin, ein erfahrener Gastronom, berät und serviert mit altmodischer Grandezza.


Link zur Sendung von Arsvivendi

http://www.arsvivendi.de/mediathek/1058/erpel

superaydin

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